Cocaanbau

Die Cocapflanze ist eine Heilpflanze, welche traditionell auf den Märkten verkauft wird. Die Cocablätter werden mit Mineralasche im Mund eingeweicht und ausgelutscht. So mildert die Coca Hunger und Erschöpfung.
Die berauschende Wirkung ist äußerst gering und es entsteht keine Abhängigkeit.
Coca wird vielfältig eingesetzt, z.B. als Zusatz in Zahncreme oder Salbe. Als Cocatee wirkt die Pflanze gegen Magen-Darm-Störungen und gegen die Höhenkrankheit. Viele Reisende die in La Paz auf 4100 m ü.NN landen, nehmen dies dankbar an.

Im Hochland gehen immer mehr Böden durch Erosion verloren. Deshalb wandern viele junge Bauern ins tropische Tiefland ab, getrieben von der Hoffnung auf mehr Wohlstand und Teilhabe am modernen Leben.

Der Cocaanbau im Tiefland ist neu. Traditionell wurde die Coca nur in den Yungas (Täler der Ostanden)angebaut. Seit in Europa und den USA Kokain zu Modedroge wurde, stiegen die Preise für Cocablätter rapide an. Seitdem werden die Blätter in illegalen Labors verarbeitet, wobei die Inhaltsstoffe verändert werden. Zur Herstellung von 1g Kokain werden mehrere der links auf dem Foto zu sehenden Säcke benötigt.

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