Willkommen in Ayopaya !

Die Provinzhauptstadt Independencia liegt in einer Höhe von 2670m. Im Ort leben etwa 2.500 Personen, die Region beherbergt etwa 30.000 Menschen. Sie bearbeiten als Klein- bauern (Campesinos) Felder in Höhen zwischen 2000m und 4000m. Hauptanbauprodukte sind Mais, Kartoffeln, einige Bohnenarten sowie Weizen und Gerste. An Obst findet man Avocados, Pfirsiche, Pflaumen und Äpfel. In der Küche ist man oft noch auf Holz als Energiequelle angewiesen. Die meisten Gemeinden verfügen mitlerweile über eine zentrale Wasserstelle.

Ayopaya ist eine ländliche Provinz in den Hochtälern der Anden.
Zur Regenzeit ist die normalerweise sechsstündige Fahrt von Cochabamba zur Provinzhauptstadt Independencia ein riskantes Unterfangen, das einen ganzen Tag in Anspruch nimmt und immer wieder Todesopfer fordert.

Die Nebelwälder sind heute bis auf wenige Reste verschwunden und diese Reste waren durch den Brennholzeinschlag und die Beweidung ebenfalls bedroht. Hinzu kommt, dass mit den Wäldern der wichtigste Wasserspeicher (Waldboden) verloren ging, wodurch in der Trockenperiode (April-September) immer stärkere Wasserknappheit auftritt. Dem Versiegen der Quellen begegnet man durch den Bau von Wasserleitungen, doch ist Wiederaufforstung unumgänglich. Diese trägt auch dazu bei, die zunehmende Bodenerosion zu bremsen.

Traditionelles werden die Häuser in Ayopaya aus Lehmsteinen (Adobe) gebaut. In Independencia besteht die Dachdeckung vorwiegend aus Wellblech, gebrannte Ziegeln sind teuer. In den Landgemeinden (Communidades) herrscht Strohdeckung vor. Die Familien wohnen meist in einem Raum, in dem zugleich gekocht wird.

Ernährung und Gesundheit:
Die Ernährung ist vor allem in der Trockenzeit sehr einseitig - Kartoffeln Mais und Bohnen bestimmen den Speiseplan. Durch den Vitaminmangel und die hygienisch schwierigen Bedingungen sind Infektionen des Darms und der Atemwege sowie Hauterkrankungen haüfig. Hinzu kommt, dass ärztliche Versorgung nur in Independencia gewährleistet ist, was unter Umständen einen Fußmarsch von vielen Stunden bedeutet.

Ein neues, immer drängender werdendes Problem  ist der Müll. Besonders in Independencia, wo zunehmend Verpackungsmaterial und Radio-Batterien anfallen, ist ein Müllkonzept dringend erforderlich.

Um dieses Probleme anzugehen, haben sich verschiedenste Basisgruppen aus Independencia in einer Stiftung zusammen geschlossen. Die FUPAGEMA - Stiftung für selbstbestimmte Entwicklung und Umweltschutz - möchte die Probleme der Region zusammen mit der Bevölkerung analysieren und lösen. Dazu ist auch die Aufklärungs- und Bildungsarbeit ein unverzichtbarer Bestandteil.

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