Pflanzenkläranlagen

Schilfkläranlage am Hengstbacherhof
 

Querschnitt durch eine Pflanzenkläranlage

Ein Musterbeispiel nachhaltiger Technologie

Im Gegensatz zu herkömmlichen mehrstufigen Kläranlagen ist kein energieaufwendiges und wartungsintensives Durchmischungs- und Belüftungssystem nötig. Auch die chemische Fällung von Phosphat entfällt, da dieser Nährstoff von den Pflanzen verwertet wird. Für die Durchlüftung des Bodens sorgt das Aerenchym der Schilfpflanzen. Dadurch werden aerobe Abbauprozesse begüstigt und  Geruchs- belästigungen werden vermieden. Pflanzenkläranlagen sind bereits für einen Einfamilienhaushalt praktikabel. Das Schilfbbeet hat lediglich einen Flächenbedarf von 2,5-4 m2 pro Person bei einer Einbautiefe von 1 m bis 1,60 m. Duch das dezentrale Konzept entfallen lange Kanalstrecken.
Die Baukosten liegen nur bei 20-30 % konventioneller Anlagen und die Betriebskosten bei nur 12-17% bei wesentlich längerer Betriebs- zeit. Es entsteht weder Klärschlamm noch Geruchsbelästigung. Gleichzeitig integrieren sich derartige Anlagen harmonisch ins Landschaftsbild und helfen bei der Einsparung von Trinkwasser.

(1) Feststofftrenn- und Kompostiersystem: Hier werden Feststoffe von Flüssigkeiten getrennt. Der Kompostbehälter wird 1-2 mal pro Jahr gewechselt, das Abwasser wird durch eine Pumpe schubweise auf das Schilfbeet befördert.

(2) Schilfbeet: Die im Abwasser enthaltenen Nährstoffe und sonstige Verunreinigungen werden beim durchsickern des Schilfbeets durch mikrobiologische und biochemische Abbauprozesse gereinigt und anschließend in den Kontrollschacht (3) geleitet.

(4) Brauchwasserspeicher: Er kann als naturnaher Garten- oder Dorfteich angelegt werden. Genau wie aus einer Regenwasseranlage kann Brauchwasser für den Garten, die Waschmaschine oder die Toilette entnommen werden.

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